Wir haben dieses Jahr einen kleinen Frühlingsurlaub gemacht und uns die wunderschöne Region Nelson angeschaut. Anlass für unseren spontanen Road Trip war eine Einladung von Franziska und Daniel die dort in Kaiteriteri ein neues Leben als Bed&Breakfast Hosts mit der Split Apple Lodge gestartet haben. Aber dazu ein ander Mal mehr …

Jetzt bevor die Saison richtig los geht ist das Reisen in Neuseeland eigentlich am schönsten. Es sind noch nicht so viele Touristen unterwegs und man kann auch ohne vorab zu buchen spontan Touren machen und übernachten. In Nelson liegt auch der berühmte Abel Tasman Nationalpark den man auf einem 51 km langen Küsten-Wanderweg (dem Abel Tasman Coastal Track) durchwandern kann. Man läuft die Strecke in 3 -5 Tagensetappen und übernachtet unterwegs in einfachen Hütten oder zeltet. Man kann sich aber auch entlang der Strecke mit einem Wassertaxi absetzen lassen, eine Etappe laufen und dann wieder abholen lassen.

Abel Tasman Nationalpark: Lagunen, Wasserfälle, unfassbar schöne Strände

Mit einem 7 Monate alten Kind war das alles für uns nicht wirklich eine Option aber wir hatten das Glück den Nationalpark vom Wasser aus erkunden zu können (Danke nochmal an Christian von einjahr.kiwi !).
Mit einem mittelgroßen Motorboot hat Stew von Abel Tasman Eco Tours uns und ein älteres Ehepaar die ganze Küste hoch und runter geschippert.
Unterwegs gab es Lagunen, Wasserfälle, unfassbar schöne Strände, Hängebrücken, jede Menge Vögel, Seelöwen und sogar Define zu sehen. Quasi das ganze Abel-Tasman-Erlebnis in komprimierter Form. Stew der Guide weiß extrem gut bescheid über die Tier-und Pflanzenwelt im Park und erklärt unterwegs sehr viel. In den 6 Stunden auf dem Boot hab ich glaub ich mehr über den neuseeländischen Busch und die Tiere gelernt als in den 5 Jahren zuvor die ich schon hier lebe. Der natürlich Buschwald wurde in Neuseeland ja seit der Besiedlung durch die Europäer gnadenlos abgeholzt um Acker-und Weideland zu gewinnen. Hier im Nationalpark wurde der ursprüngliche Busch wieder mühevoll aufgeforstet. Invasive Fichten zB werden einzeln mit GPS Markern versehen und dann wandert ein Ranger zu jeder einzelnen Fichte und vergiftet sie. Nur so haben die einheimischen Pflanzen eine Chance.

Eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch

Zwischendurch haben wir mit dem Boot immer mal angehalten und sind an Land gegangen. Einmal sind wir auch zu einem Aussichtpunkt hochgewandert – wirklich toll! Der kleine David hat alles super mitgemacht und hat eigentlich die meiste Zeit geschlafen weil des Boot so schön einschläfernd gebrummt hat.
Manchmal muss ich mich wirklich selbst kneifen: In was für einem wunderschönen Land wir doch leben!