Vor über einem Jahr hatten Markus und ich schon einmal ein Gebot auf ein Haus abgegeben. Das war eher ungeplant, aber wir wollten damals die Chance ein Haus zu einem unfassbar günstigen Preis zu kriegen nicht verstreichen lassen. Leider gab es aber einen anderen Bieter dessen Angebot zwar niedriger, aber für den Verkäufer attraktiver war.

Seit diesem Haus-Kauf-Versuch haben sich hier in Neuseeland die Gesetze rund um Hauskredite geändert.Seit Oktober 2013 muß man am eigentlich mindestens 20% vom Kaufpreis selbst aufbringen. Wenn man das Haus kauft um auch gleich selbst drin zu wohnen, reichen unter Umständen auch 10%. Allerdings wird man dann von den Banken wie ein Kunde 2.Klasse behandelt und muß jede Menge Strafgebühren und höhere Zinsen bezahlen.

In Neuseeland ist nicht so sehr der Staat verschuldet, sondern vielmehr die Bürger. Der durchschnittliche Neuseeländer hat ziemlich hohe Privatschulden. Bis vor nicht alzu langer Zeit konnte man sich zB ganz ohne Eigenanteil ein Haus kaufen – 100% auf Kredit.

Das ist ja nun wirklich keine gute Idee! Außerdem haben viele Kiwis oft mehrere überzogene Kreditkarten und nehmen auch gern Schulden auf um sich “Lifestyle”-Dinge wie Surfboards, Fernseher und Autos zu kaufen. Da war diese Gesetzesänderung schon eine gute Sache.
Jetzt maulen zwar viele junge Leute, daß sie sich kein Haus leisten können – aber mal ganz ehrlich: Wer kein Geld hat, der kann sich halt auch kein Haus kaufen!

Wir kaufen ein Haus in Neuseeland

Wir kaufen ein Haus in Neuseeland

Nach unserem ersten Versuch haben wir unsere Hauskaufpläne erstmal auf Eis gelegt und fleißig weiter gespart. Nach vielen Wochenenden mit Hausbesichtigungen haben wir nun eine schnuffige kleine Villas entdeckt die wir gerne kaufen würden.
So wie ich das sehe ist ein Hauskauf in Neuseeland wesentlich unkomplizierter als in Deutschland. Wir haben uns einen Anwalt genommen und werden morgen ein Gebot für das Haus abgeben. Leider hat sich in der Zwischenzeit nun ein zweiter Interessent gemeldet, der auch ein Gebot abgeben wird. Jetzt bleibt uns nur zu hoffen, dass wir nicht wieder ausgebootet werden wie beim letzten Mal. Drückt uns die Daumen…!