Zugegebenermaßen bin ich wohl auch nur ein Opfer – ein Opfer dieser ganzen Artisan-Handcrafted-Neu-Öko-Bewegung. Meinen Hang zum Backen, Kochen und dem ganzen anderen Haushaltskram hab ich aber sicher meiner Oma zu verdanken. Noch heute habe ich wegen tiefsitzenden Verlustängsten Probleme mich auf Freundschaften mit Gänsen und Hühnern einzulassen, aber Kühe fand ich schon immer super. Auf jeden Fall hab ich irgend so einen Landfrauen-Schaden aus meiner frühen Kindheit – deutliches Anzeichen dafür ist der Sauerkrauttopf in meiner Garage.

Anyway, so schlimm, dass ich jetzt aufs Land ziehen und einen auf Farmer machen muss ist es jetzt noch nicht, aber in den letzten Jahren verspürte ich einen zunehmenden Drang mal zu lernen wie man Käse macht. Das Northcote College hier in Auckland bietet solche Cheese-Making-Classes sehr günstig an (Kursliste hier) und da hab ich nicht lange überlegt. Mit einer Freundin zusammen mache ich jetzt erst mal den Fresh-Cheese Kurs, und später dann noch einen Hard-Cheesse Kurs.

Ich muß sagen, schon der erste Abend war sehr cool. Wir haben Mozzarella, Quark und Feta gemacht. Der Mozzarella hat nicht lange überlebt, weil wir ihn gleich essen mußten… richtiger Mozzarella ist hier nämlich nur schwerz zu kriegen und auch teuer.
Den Feta hab ich jetzt heute abend in seine Salzlake gelegt und der Quark ist noch am Abtropfen. Alles so einfach – ich bin voll begeistert. Die meisten Sachen die man zum Käsemachen braucht kann man einfach im Supermarkt kaufen oder improvisieren. Alles andere bekommt man in den unzähligen Ökoläden hier in Auckland oder in den Mad-Millie Shops. Am Wochenende geh ich gleich mal Pülverchen und Krams kaufen und am nächsten Montag geht der Kurs dann weiter. *Freu!