Auf der Nordinsel wird es im Winter ja gar nicht so richtig kalt. Im Moment haben wir so ca 17 Grad tagsüber und 8 Grad nachts. Das hört sich nicht kalt an, dabei handelt es sich aber um die Außen-und Innentemperaturen. Dank der luftigen Holzbauweise der Kiwis ist es nämlich im Haus genauso kalt wie draußen. Da es keine Zentralheizung in den Häusern gibt braucht man als verwöhnter Zentraleuropäer eine Reihe von stromfressenden Haushaltsgeräten um nicht zu erfrieren.

Als erstes wäre da das Elektroheizöfchen. Total uneffizient, aber macht schön schnell das Bad warm. Aber auch nur dank eines Verlängerungskabels, den neuseeländische Badezimmer haben meist keine Steckdosen. Zu gefährlich.

Dann haben wir praktische, rollbare Ölradiatoren, die aussehen wie normale Heizkörper. Echte Stromfresser, aber zumindest halten sie die Wärme auch noch eine Weile wenn man sie ausschaltet. Außerdem haben sie immerhin ein Thermostat und manchmal eine Zeitschaltuhr.

Dann haben wir uns letzte Woche ein hier absolut notwendiges Gerät gekauft: Einen Dehumidifier, von uns auch liebevoll Raumentsafter genannt (Luftentfeuchter). Ohne den Raumentsafter hat man morgens tropfende Fensterscheiben und alles ist klamm. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit speichern als kalte Luft. Kühlt das Haus übernacht aus, kondensiert die Feuchtigkeit aus der Raumluft an den kältesten Flächen im Haus: Das sind die Fensterscheiben (Einfachverglasung). Der Luftentfeuchter hilft das etwas abzumildern. Wir sind begeistert von unserer neuen Anschaffung…. und sie braucht nur 450 W die Stunde. *Stöhn.

Unsere Stromrechnung ist im Moment mehr als doppelt so hoch wie im Sommer. Aber es ist immernoch billiger als in Deutschland. Ach ja: die KWSt kostet hier übrigens 0,33 NZD incl aller Kosten (Stand 2018).

Aber am finanzfreundlichsten und zudem wild-romatisch ist das Kaminfeuer. Wie mein Opa früher haben wir einen dicken Holzstoß vor dem Haus und Markus hackt uns vor Abendessen ein paar Scheite. Super!