Der größte Posten auf der Ausgabenliste für uns in Neuseeland ist sicherlich das Wohnen. In Auckland sind die Mieten und Hauspreise besonders hoch, weil es hier die meisten Jobs gibt und auch viele Migranten erstmal hier in der größten Stadt Neuseelands bleiben.
Allgemein kann man sagen, dass es in den großen Städten teuerer ist als in den kleinen. Aber auch Tauranga ist teuer (beliebt bei Rentnern) und Queenstown kann man getrost mit St. Moritz in der Schweiz vergleichen. Wirklich billig ist es nur in Gegenden wo es keine Jobs gibt oder das Klima rauh ist.
Wir haben Glück und zahlen nur 400 NZ pro Woche kalt für ein recht schönes 3-Bedroom-Townhouse in Auckland. Das sind aber umgerechnet auch 1.000 EUR/pro Monat. Das gleiche Haus würde irgendwo im Nirgendwo vermutlich 280 NZD/Woche kosten. Hier gibts eine Liste mit Mietpreisen der Stadtviertel in Auckland. Einen guten Überblick über Mietpreise bekommt man auch wenn man die Miet-Angebote auf Trademe durchguckt.

Das Selbe gilt auch für Hauspreise wenn man kaufen will. Hier gibt es einen Liste mit Hauspreisen in den größeren Städten Neuseelands. Da werden auch schnell die großen Unterschiede deutlich: Durchschnittlicher Hauspreis in Invercargill 194.000 NZD und in Auckland 590.000 NZD. Wobei man in Auckland getrost von einer Immobilenblase ausgehen kann. Ein Hauskredit ist leicht zu kriegen sofern man Arbeit hat, dafür sind die Zinsen höher als in Deutschland. Die Grundsteuer (“Rates”)  für ein Einfamiliehaus in Auckland beträgt ca 1700 NZD / Jahr (berechnet sich nach dem Wert des Hauses).

Strom kostet momentan so um die 0,30 NZD die Kilowattstunde und wir kommen auf rund 100 NZD/ Monat (zu zweit, im Jahresdurchschnitt). Da wir im Winter mit Strom heizen variiert das aber sehr. Internet begrenzt auf 60 GB mit Festnetzanschluß kostet ca 80 NZD + Anrufkosten.
Müllgebühren in dem Sinne gibt es nicht. Wir haben eine kostenlose Recycling-Mülltonne für Glas und Plastik und kaufen “städtische Müllbeutel” für 2,20 NZD im Supermarkt. Die stellen wir einmal die Woche an die Straße und die Stadt holt sie ab.

Dann haben wir noch eine lustige Contents Insurance, eine Art kombinierte Hausrats und Haftpflichtversicherung für unser gemietetes Haus. Die zahlt bei Einbruch, Feuerschaden, Hochwasser, Vandalismus, Diebstahl (auch was aus dem Auto raus geklaut wird) … Wenn wir selbst unsere eigenen Sachen aus Versehen kaputt machen zahlt sie auch. Ziemlich cool eigentlich. Diese Versicherung kostet uns ca 400 NZD/Jahr (Deckungssumme 50.000 NZD für unsere Habseeligkeiten und Millionen für wenn wir das Haus des Vermieters abfackeln).
Wer jetzt denkt: Man ist das alles teuer… Wartets ab. Vieles ist auch billger. Mehr dazu im nächsten Teil.