Viele Einwanderer fragen sich, ob es sich lohnt einen Container voller Möbel nach Neuseeland mitzunehmen. Wer einen vollen Hausstand in Deutschland hat, dem würde ich wahrscheinlich zum Container raten.
Manche Auswanderer entscheiden sich allerdings gegen einen Container und kaufen in Neuseeland alles neu. Das ist ein Rechenexmpel. Aber auch wer einen Container nach Neuseeland schickt, hat vielleicht eine Übergangszeit ohne Möbel zu überbrücken, bis der Container eintrifft, und muss deshalb ein paar Haushaltsgegenstände kaufen (der Container ist meist ca 40 Tage unterwegs).

Secondhandladen in Neuseeland

Secondhandladen in Neuseeland

In beiden Fällen, sollte man sich genau überlegen, welche Dinge man unbedingt neu kaufen möchte. Gute Möbel und Haushaltsgegenstände sind in Neuseeland ziemlich teuer und meistens tut es erstmal auch was gebrauchtes. Das schont den Auswanderer-Geldbeutel und umweltfreundlich ist es obendrein.

Neuseeland ist das Land der Wiederverwerter

In Neuseeland werden Haushaltsgegenstände, die man nicht mehr braucht, oft nicht weggeworfen, sondern eher an wohltätige Vereinigungen (Salvation Army, Red Cross usw) gespendet. Das liegt bestimmt auch daran, dass man in Neuseeland Geld bezahlen muss, wenn man Sachen auf dem Wertstoffhof abgibt. Diese wohltätigen Vereinigungen verkaufen die gespendeten Sachen dann in ihren Second-Hand-Läden um so Geld zu sammeln. Es gibt in allen Städten solche Second-Hand-Läden und OP-shops (“Opportunity Shops”). Diese Läden haben eine große Auswahl an gebrauchten Haushaltsgegenständen, Kleidung und Möbeln. Die bekanntesten Ketten/Einrichtungen sind:

Bei Op-Shop Addict findet man alle Op-Shops in Auckland und in der NZ Op-Shop Directory kann man sogar nach allen Arten von Op-Shops nach Ort suchen.

Ein Red Cross Secondhandladen in Neuseeland

In diesen Shops kaufen nicht nur arme Leute ein: In Neuseeland ist OP-Shopping ein Volkssport! Ich glaube, Neuseeland ist eben eine Inselnation mitten im Ozean, wo Ressourcen früher knapp waren.  Deshalb ist das Wiederverwerten von gebrauchten Dingen so in der neuseeländischen Kultur verankert.
Auch Markus und ich sind den Op-Shops verfallen und schlendern gerne mal durch: Immer auf der Suche nach einem Schnäppchen. Was wir dort schon alles gekauft haben: Eine elektrische Heckenschere, einen coolen Ohrensessel, Kinderspielsachen und Kinderkleidung, ein Fahrrad, Gartenmöbel und vieles mehr!

Meistens werden die Sachen von den freiwilligen Helfern im Shop ausgepreist. Und weil das oft kleine Omis sind, die sich nicht so auskennen, kann man wirkliche Schnäppchen machen. Markus hat mal ein RayBan Sonnenbrille in einem Op-Shop gekauft. Die lag einfach so in der 2$ Kiste mit den Billig-Sonnenbrillen. Mit ein bisschen Glück findet man in den Op-Shopps auch tolle Merino Kleidungsstücke für ein paar Dollar. Die Shops machen ihr Geld mit dem hohen Durchsatz von Waren und deshalb sind die Preise echt günstig. Am besten sind übrigens die Op-Shops in den Gegenden wo reiche Leute wohnen. Dort ist die Chance wirklich coole Sachen zu finden wesentlich größer …